Klimawandel: Bäume bei Trockenheit gießen

Ein Baum braucht je nach Bodenqualität mehrere Jahre, bis er gut eingewurzelt ist. Erst dann ist er in der Lage sich auch in langen Trockenperioden selbst zu versorgen. Das Wurzelwerk eines gesunden Baumes entspricht in etwa dem Volumen seiner Krone. dadurch wird klar, wie wichtig es ist, das Wurzelwerk zu erhalten.

Junge Bäume unbedingt gießen

Jüngere Bäume können durch Wassermangel sehr schnell absterben. Vor allem frisch gepflanzte Bäume die noch nicht ausreichend im Erdreich verwurzelt sind, erleiden bei sommerlicher Trockenheit aufgrund des KLimawandels hohe Verluste. Stehen die jungen Bäume auf Freiflächen ohne schützenden Altbestand, trocknet der Oberboden besonders rasch aus und führt zum Absterben der jungen Bäume. Daher müssen Jungbäume in der Situation gut gegossen werden.

Welche Tageszeit zum Gießen?

Grundsätzlich ist zum Gießen von Bäumen zu sagen, dass es wichtig ist es überhaupt zu tun. Aber es gibt Zeiten am Tage, die besonders sinnvoll sind.
Der beste Zeitpunkt um Bäume zu wässern ist am Tag früh Morgens. Morgens ist es recht kühl. Dadurch verdunstet kaum Gießwasser und die Erde kann das Wasser optimal aufnehmen. Bäume am Morgen gießen reicht, um die Bäume dann den ganzen Tag ausreichend mit Wasser zu versorgen.
Werden Bäume erst am Abend gegossen, ist die Erde von der Tageshitze ausgetrocknet und zu warm. Dadurch nimmt die Erde nur langsam Wasser auf. Sehr viel Gießwasser verdunstet, das den Bäumen dann nicht mehr zur Verfügung steht.
Der schlechteste Zeitpunkt um die Bäume zu gießen ist am Mittag. Mittags ist die Verdunstung am höchsten. Zudem wirken Wassertropfen auf dem Laub wie Brenngläser. dadurch entsteht am Laub und auch an den Zweigen ein Schaden an vielen Pflanzenteilen.

Wie stelle ich fest, das ein Baum zu trocken ist?

Das ein Baum zu trocken ist ist ihm oft anzusehen. Zu erkennen ist das an hängenden Blättern und jungen Zweigen, die schlaff herunter hängen. Wenn der Baum länger einer Dürre ausgesetzt ist, verfärben oder vertrocknen die Blätter. Wird das festgestellt, ist es der späteste Zeitpunkt den Baum zu gießen, ansonsten verdorrt er.

Trockenheit bei Obstbäumen

Bei Obstbäumen sind ein verfrühter Obstfall, schrumpelige Früchte oder hängende Blätter die Zeichen, dass Sie den Baum unbedint gießen sollten. Besonders voll hängende Obstbäume brauchen viel Wasser, um die Früchte zu versorgen.

Auch alte Bäume gießen?

Alte Bäume mit tiefreichenden Wurzeln können bei langanhaltender Trockenheit sehr lange Wasser aus dem Boden ziehen. Aufgrund der durch den Klimawandel über mehrere Jahre hinweg lang anhaltenden trockenen Sommer und Winter leiden auch alte Baumbestände. Selbst alte Bäume können die nachgeführten Wassermengen über die Verdunstung der Blätter oft nicht mehr ausgleichen. So können auch ältere Bäume aufgrund der Trockenheit sterben. Viele Bäume entwurzeln bei einem Sturm, oft ist die Ursache mittlerweile ein zu trockener Boden in Verbindung mit einer Borkenkäfer-Plage.

Mit wieviel Liter Wasser einen Baum gießen?

Bei einfachen Fällen helfen täglich schon 10-20 Liter Wasser weiter um das Baumsterben zu verhindern. Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, kann auch alternativ dazu eimal in der Woche mit ca. 300 Litern der Wurzelbereich gewässert werden. Das ist natürlich abhängig von der Baumgröße. Die wöchentliche Wässerung des Baumes ist in der Regel die bessere Art, Bäume zu bewässern. Warum? Das Wasser dringt auch bis zu den tiefen Wurzeln vor und verdunstet nicht so schnell.

Wässerung von Straßenbäumen

Straßenbäume haben es in Trockenzeiten besonders schwer. Das Klima in der Stadt ist heißer als das im Umland. Zusätzlich sind Stadtbäume stressigen Faktoren wie Hundeurin und Abgasen ausgesetzt. Ein Stadtbaum verfügt meist durch Asphaltierung über wenig Platz unter der Erdoberfläche. Dazu kommt, dass das meiste Regenwasser über die versiegelten Flächen in die Kanalisation fließt. Wird ein Stadtbaum nicht regelmäßig bewässert, stirbt er. In vielen Städten hilft die Feuwerwehr bei der Bewässerung von Straßenbäumen aus.

Trockenheit bei Waldbäumen

Generell steht auch ein Waldbaum bei Trockenheit unter Stress.Vor allem der Borkenkäfer setzt ihm dann noch zu. Der Wald bietet dem Baum einen großen Schutz. So besteht der Waldboden aus Humus. Humus ist nährstoffeich und ist gleichzeitig ein hervorragender Wasserspeicher. Das geschlossene Bällterdach der Baumkronen sorgt für einen dauerhaften Schatten undkühlt damit die Temperatur stark herunter, sodass der Waldboden länger feucht bleibt.

Baumarten, die mit Trockenheit gut auskommen

Baumarten, die gut mit trockenen Böden zurechtkommen, sind z. B. Spitzahorn, Winterlinde, Traubeneiche, Kieferm Lärche und Sommerlinde. Bewertung von Baumarten, die mit Trockenheit klarkommen können anhand der KlimaArtenMatrix festgestellt werden. https://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/schaden/trockenheit/wsl_baumartenwahl_trockenheit/index_DE


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